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Dropped Domains – Der Wettlauf um die besten Adressen

18.12.2017 - Gut zu wissen

Was sind Dropped Domains?

Wörtlich übersetzt handelt es sich bei Dropped Domains um fallengelassene Webadressen; gemeint sind damit Domains, die gelöscht wurden. Domains können bewusst gekündigt und so wieder zur Registrierung freigegeben werden. Die Löschung kann allerdings auch versehentlich erfolgen, da jede Domain automatisch abläuft, wenn der Domaininhaber die Laufzeit nicht verlängert. Der Begriff Dropped Domain wird im deutschen Sprachraum eher selten benutzt, meist ist von gelöschten Domains oder von Expired Domains (expire = ablaufen, auslaufen) die Rede.

Domain löschen – aber richtig

Um eine Domain zu löschen, muss ein entsprechender Antrag beim Provider gestellt werden. Allerdings kann eine Domain oft nicht sofort unwiederbringlich gelöscht werden. Bevor dies geschieht, greift in der Regel eine Wartezeit, deren Länge von der verwaltenden Registry und der jeweiligen TLD abhängt. Bei generischen TLDs kann innerhalb der 30 Tage dauernden sogenannten Redemption Grace Period (RGP) die betreffende Domain vom bisherigen Domaininhaber oder einem Bevollmächtigten gegen Zahlung einer Gebühr reaktiviert werden. Wenn während der RGP keine Wiederherstellung durch den bisherigen Inhaber erfolgt ist, wird die Domain – nach weiteren fünf Tagen im sogenannten Pending Delete Status, in denen die Domain weder wiederhergestellt, noch erneut registriert werden kann – zur Neuregistrierung durch Dritte freigegeben. Dieses mehrstufige Verfahren schützt Domaininhaber vor dem ungewollten Verlust ihrer Domain durch eine versehentliche Löschung.

Lebenszyklus einer gTLD; Quelle: www. icann.org

Wieso sind Dropped Domains so interessant?

Oft sind gelöschte Domains aufgrund ihrer Bedeutung sehr wertvoll. Das trifft vor allem auf Adressen zu, die lediglich aus einem Keyword und einer Domainendung bestehen. Solche Adressen sind besonders einprägsam und werden von Suchmaschinen einfach und schnell gefunden. Dass gelöschte Domains in der Regel bereits seit Jahren existiert haben und deshalb über zahlreiche Backlinks, also Verlinkungen von anderen Webseiten verfügen, stellt eine deutliche Arbeitserleichterung für den neuen Seiteninhaber dar, der beim Linkaufbau nicht von vorne anfangen muss wie bei einer neuen Domain. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt – natürlich birgt die Nutzung von Expired Domains auch Gefahren. Eine größere Summe in den Aufbau einer solchen Domain zu investieren, lohnt sich nur, wenn es sich zuvor um eine gut besuchte, qualitativ hochwertige Webseite handelte. Man sollte sich im Vorfeld genau über die Historie der ausgewählten Domain informieren, um sicherzugehen, dass diese nicht gehackt oder gar von Google abgemahnt wurde.

Wie schnappt man sich Dropped Domains?

Für generische Domains gilt, dass sie sich nach Ablauf der Redemption Grace Period für fünf Tage im Pending Delete Status befinden, ehe sie endgültig gelöscht und damit der Allgemeinheit von der Registry zur erneuten Registrierung zur Verfügung gestellt werden. Auch viele ccTLDs haben Verfahren mit ähnlichen Wartezeiten wie RGP und Pending Delete etabliert. Mithilfe von sogenannten Expiring Domain Services kann man sich im Internet Zugang zu aktuellen Listen verschaffen, die eine Vielzahl von Domains enthalten, die in Kürze gelöscht werden. So wissen Interessenten stets, wann die gewünschte Adresse wieder frei wird. Sofern man schnell genug ist, kann man eine gelöschte Domain, wie jede andere Domain auch, von Hand registrieren – zumindest theoretisch. In der Praxis werden sich die wirklich vielversprechenden Expired Domains jedoch kaum manuell registrieren lassen, da dies schlicht zu lange dauert. Bis der Registrierungsprozess durchlaufen wurde, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits jemand anderes zugeschlagen, der sich eines Domain Snapping Tools bedient hat oder mithilfe eines Backorder Services, wie SnapNames.com in Sekundenschnelle die gewünschte Domain registriert hat.

Das sollten Sie bei der Registrierung von Dropped Domains beachten

  • Prüfen Sie das Alter der Domain
    Beim Alter einer Domain kann zwischen dem Registrierungsdatum der Domain (Whois Creation Date) und dem Domainalter laut archive.org unterschieden werden. Letzteres gibt Auskunft darüber, ob die Domain bereits projektiert war und bei Google gelistet wurde. Oft unterscheiden sich die beiden Altersangaben deutlich voneinander. Neuere Whois-Daten lassen darauf schließen, dass die Domain bereits gelöscht und neu registriert wurde. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, die schon vorhandenen Backlinks genau zu prüfen, um sicherzugehen, dass die Domain nicht gehackt wurde.
  • Ermitteln Sie die ursprüngliche Sprache und den Inhalt der Domain
    Um eine qualitativ hochwertige Webseite zu erstellen, die auch langfristig gut rankt, sollten sowohl die Sprache, das Thema als auch der Serverstandort der ursprünglichen Seite beibehalten werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die bereits vorhandenen Backlinks auch zur aktuellen Seite passen. Außerdem vermeidet man die Gefahr, dass die Domain zu einer sogenannten Linkschleuder verkommt, einer Seite auf die zwar viele, thematisch jedoch unpassende Links verweisen.
  • Prüfen Sie Markeneintragungen
    Wer eine Expired Domain registrieren möchte, sollte unbedingt vorab sicherstellen, dass der Domainname keinen markenrechtlich geschützten Begriff beinhaltet. Eine fundierte Recherche kann dabei helfen, eine böse Überraschung in Form einer Abmahnung zu vermeiden.