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Domainumzug und Domainwechsel: So machen Sie es richtig

24.07.2018 - Gut zu wissen

Ob aus familiären, beruflichen oder Kostengründen, Motive für einen Umzug gibt es viele. Wie im analogen Leben kann man auch in der digitalen Welt umziehen. Genau wie ein normaler Umzug bringt ein Domainumzug organisatorischen Aufwand mit sich und birgt einige Risiken. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf mit geringen Auswirkungen auf Trust und Traffic, sollte ein Domainumzug vorab gut durchdacht und mit großer Sorgfalt durchgeführt werden.

Domainumzug vs. Domainwechsel

Grundsätzlich muss zwischen einem Domainumzug und einem Domainwechsel unterschieden werden. Man spricht von einem Domainwechsel, wenn sich die Internetadresse einer Webseite ändert. Ein Domainwechsel betrifft in erster Linie den Domainnamen; eine bereits bestehende Webseite wird dabei mit einer neuen Domain verknüpft. Bei einem Domainumzug, oft auch Domaintransfer oder Webseitenmigration genannt, findet ein Providerwechsel statt. Eine bestehende Webseite wird dabei mitsamt ihrer Adresse auf einen neuen Server transferiert. Natürlich kann bei einem Domainumzug auch die Domain geändert werden, dies stellt jedoch nur eine zusätzliche Option dar und hat mit dem eigentlichen Vorgang des Domaintransfers nichts zu tun.

  • Domainumzug: Der Provider ändert sich. Die Webseite und die Domain ziehen auf einen neuen Webserver. Die Domain bleibt in der Regel bestehen.
  • Domainwechsel: Die Internetadresse ändert sich. Die Webseite wird mit einer neuen Domain verknüpft. Der Provider bleibt in der Regel der alte.

Gründe für einen Domainwechsel

Es gibt unterschiedliche Gründe, wieso ein Wechsel der Internetadresse sinnvoll oder gar notwendig werden kann.

  • Änderung des Unternehmensnamens
    Wenn ein Unternehmen seinen Namen ändert, zum Beispiel nach einem Inhaberwechsel, einer Fusion oder einer Neuausrichtung sollte die Internetpräsenz entsprechend angepasst werden.
  • Verstoß gegen Markenrechte
    Wenn der bisherige Domainname Namen oder Orte enthält, an denen ein anderer die Rechte besitzt, liegt ein Verstoß gegen das Markenrecht vor. In einem solchen Fall muss der Name geändert werden.
  • Anpassung an Seiteninhalte
    Wenn die Inhalte einer seit Jahren bestehenden Webseite nicht mehr zum Domainnamen passen oder wenn man einen Namen registriert hat, der mehr Popularität und Traffic verspricht oder schlichtweg besser zu den Themen der Seite passt, sollte die Adresse angepasst werden.
  • Geographische Ausrichtung
    Wenn die Webseite internationalisiert werden soll, zum Beispiel weil sich die Ausrichtung eines Unternehmens erweitert, bietet sich ein Wechsel von einer .de zu einer .com Domain an. Für regionale Unternehmen bergen Domainendungen wie .berlin, .bayern oder .london Vorteile im Hinblick auf das Suchmaschinenranking.

Risiken eines Domainwechsels

Ein Domainwechsel ist immer mit hohem Aufwand verbunden und birgt zumindest aus SEO-Sicht auch Risiken. Bevor Sie sich für einen Domainwechsel entscheiden, sollten Sie sich Gedanken über mögliche Konsequenzen gemacht haben und prüfen, ob es eine Alternative zum Wechsel gibt. Um negative Folgen zu vermeiden, empfiehlt es sich, einen Experten zu Rate zu ziehen. Die größte Gefahr bei einem Domainwechsel besteht darin, dass sich das Ranking der Webseite zunächst verschlechtert. Suchmaschinen kennen die neue Domain nicht und auch wenn alle Maßnahmen technisch korrekt umgesetzt werden, dauert es ein paar Wochen, bis alle Parameter von der alten auf die neue Adresse übertragen sind und die Seite wieder an alter Stelle in den Suchergebnissen auftaucht.

Tipps für einen Domainwechsel: Worauf Sie achten sollten

Wenn Ihre alte Domain einen guten Platz in den Suchergebnissen von Google und Co. hat, soll die Seite nach dem Domainwechsel natürlich mindestens genauso gut performen. Einen Übergang ganz ohne Rankingverlust ist aufgrund der oben beschriebenen Problematik kaum möglich. Wenn Sie jedoch ein paar Dinge beachten, ist Ihre Seite schnell wieder auf dem alten Stand:

  • Stellen Sie die neue und die alte Website für ein paar Tage gleichzeitig online, damit die neue Seite von den Suchmaschinen indexiert wird.
  • Informieren Sie Google über den Domainwechsel und tragen Sie die neue Adresse in Ihrem Google Search Console Account ein.
  • Richten Sie eine Weiterleitung per 301-Redirect ein. So wird sichergestellt, dass Ihre Seite ausschließlich unter der neuen Domain abrufbar ist und es entsteht kein Duplicate Content.
  • Tauschen Sie schnellstmöglich die Domain in Ihren sozialen Netzwerken und bei Bewertungsplattformen aus. Diese Einträge sind vor allem für die lokale Suchmaschinenoptimierung relevant.
  • Überprüfen Sie interne Links auf der Webseite und passen Sie diese an die neue Domainstruktur an.
  • Überprüfen Sie externe Links, die auf Ihre Seite führen. Alle wichtigen Backlinks von anderen Seiten sollten geändert werden, damit sie nicht verloren gehen. Dazu müssen die jeweiligen Webseitenbetreiber informiert werden.
  • Wenn Sie eine bereits genutzte Domain erworben haben, prüfen Sie unbedingt vorab den bisherigen Trust. Abstrafungen aus der Vergangenheit könnten sich negativ auf die Entwicklung Ihrer Domain auswirken.

Gründe für einen Domainumzug

Auch für einen Domainumzug gibt es verschiedene Gründe. Einer der wichtigsten besteht in der generellen Unzufriedenheit mit dem aktuellen Provider. Aber auch häufige Ausfälle trotz ausreichendem Webspace, zu lange Ladezeiten, ein schlechter Support seitens des Hosters oder starke Preiserhöhungen können Anlass zu einem Providerwechsel geben.

Ablauf eines Domainumzugs

Bei einem Domainumzug wird eine Domain von einem Hosting-Anbieter zu einem anderen Provider übertragen. Die ICANN hat bereits 2004 verbindliche Regeln für Domaintransfers etabliert, um den Prozess zu vereinfachen und sicherer zu gestalten. Auch wenn ein Domaintransfer relativ schnell vonstatten geht (je nach Domain innerhalb weniger Stunden bis zu einigen Tagen) ist der optimale Zeitpunkt einen Domaintransfer einzuleiten etwa zwei Wochen vor Ablauf der entsprechenden Domain. So bleibt genügend Zeit auf eventuelle Probleme zu reagieren. Bevor Sie mit dem Umzug Ihrer Domain beginnen, erstellen Sie unbedingt eine aktuelle Sicherungskopie Ihrer Webseite und speichern Sie die Daten auf Ihrem Computer. Durch den Wechsel kann es passieren, dass Sie keinen Zugriff mehr auf Backups bei Ihrem alten Provider haben oder dass die Daten gelöscht wurden.

Der eigentliche Domaintransfer besteht aus den folgenden zwei Schritten:

  1. Beantragen eines Autorisierungscodes für die Domain
    Der Autorisierungscode (kurz: Auth Code) dient als Passwort für einen Domaintransfer und muss beim aktuellen Provider angefordert werden. Er besteht in der Regel aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je nach Provider wird Ihnen der Auth Code per E-Mail, Fax oder per Post zugestellt. Dank des Auth Codes wird verhindert, dass Ihre Domain in die Hände von Unbefugten gelangt.
  2. Umzug der Domain zum neuen Provider
    Geben Sie Ihren bisherigen Domainnamen bei Ihrem neuen Provider als Wunschdomain an. Nach der Verfügbarkeitsprüfung werden Sie darüber informiert, dass Ihre Wunschdomain bereits registriert ist. Jetzt können Sie den Auth Code eingeben und werden für die entsprechende Domain autorisiert. Anschließend folgt die Übertragung der Domain an den neuen Hosting-Anbieter. Dieser Prozess läuft automatisch; Ihr neuer Provider kümmert sich um alles und ihrerseits besteht kein Handlungsbedarf. Detaillierte Informationen zum technischen Ablauf finden Sie in unseren dd24-FAQ.

Die Besitzverhältnisse einer Domain ändern sich übrigens durch einen Transfer nicht. Sowohl die Whois-Daten als auch die Nameserver bleiben bestehen, die Änderung betrifft ausschließlich den für die Domain zuständigen Registrar.