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Emoji-Domains: Kurzzeit-Trend oder Webadressen der Zukunft?

23.03.2018 - Gut zu wissen

Von der Binären Zeichenfolge zum Tränen lachenden Smiley

Emojis sind kaum mehr aus der heutigen digitalen Kommunikation wegzudenken. Was mit einem lächelnden Gesicht, bestehend aus Doppelpunkt, Bindestrich und Komma begann, wurde mit der Zeit zu Grafiken, die eine bestimmte Emotion zum Ausdruck bringen. Das Wort „Emoji“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet Bild und Schriftzeichen. Fast jeder Smartphone-Nutzer verwendet die Bildchen, um Texte zu verkürzen und anderen seinen Gefühlszustand mitzuteilen. Heute sind mehr als 2.300 Motive im Gebrauch. Emojis sind längst fester Bestandteil von Social Media, Text- und Nachrichtendiensten – jetzt gewinnt ein neuer Trend an Popularität: Emoji-Domains, die es erlauben eine Webseite über das gewünschte Bild anzusteuern.

Emoji-Domains erzielen Aufmerksamkeit

Tatsächlich sind Emoji-Domains gar nicht so neu. Die ersten wurden bereits Anfang der 2000er Jahre registriert, noch bevor Smartphones über eine entsprechende Tastatur verfügten oder irgendein Browser die Grafiken unterstützte. Emoji-Domains haben den Vorteil, dass sie, ähnlich wie kurze Keyword-URLs, einfach zu merken sind. Vor allem aber sind sie, im Gegensatz zu den meisten kurzen Adressen gängiger Top-Level-Domains, noch häufiger verfügbar. Überzeugen Sie sich selbst und registrieren Sie Ihre Emoji-Domain bei domaindiscount24.

Interessant sind Emoji-Domains vor allem für den Online-Marketingbereich von Unternehmen. Die Bildchen emotionalisieren Werbebotschaften und erzeugen so womöglich eine gesteigerte Akzeptanz. Vor allem junge Zielgruppen lassen sich mit Emojis ansprechen, weshalb die lachenden Gesichter im Rahmen des sogenannten „Emoji-Marketings“ verstärkt dort eingesetzt werden, wo junge Nutzer täglich anzutreffen sind: in Sozialen Netzwerken, Instant und Mobile Messaging Apps oder Microblogs. Aber auch für Privatanwender bergen Emoji-Domains Vorteile: Kleinere Unternehmen können mithilfe einer solch außergewöhnlichen Adresse ihre Webpräsenz passend akzentuieren und auf diese Weise mehr Aufmerksamkeit erregen.

Technische Umsetzung von Emoji-Domains

Schon 2003 hat die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) mit dem Internationalizing Domain Names in Applications System (IDNA) die technische Möglichkeit geschaffen, Domain-Namen zu erstellen, die Zeichen enthalten, welche nicht zur ASCII-Zeichenkodierung (American Standard Code for Information Interchange) gehören. Internationalized Domain Names (IDNs) können mithilfe von Unicode erstellt werden, einem internationalen Codierungsstandard, der für jedes Schriftzeichen aus allen Sprachen einen einzigartigen digitalen Code festlegt, der weltweit immer in gleicher Weise abgebildet wird. Zu diesen Zeichen gehören auch die Emojis, was die Erstellung der Smiley-Domains zumindest theoretisch ermöglicht.

Komplizierte Usability und Sperre durch die ICANN

Dennoch gibt es noch immer viele Hürden zu überwinden, um Emoji-Domains im globalen Ausmaß zu implementieren und gleichzeitig die Sicherheit und Integrität der Domain-Namen zu wahren. Viele Browser und Social-Media-Dienste haben Probleme mit dem Format: Twitter und iMessage erkennen die URLs nicht, Facebook und Gmail wandeln die Emojis in Bilder um, wodurch die Webadresse unbrauchbar wird und die Browser Chrome und Firefox zeigen statt lachender Gesichter einen binären Code an. Lediglich Apples Browser Safari und HTML5 unterstützen zurzeit Emoji-Domains. Die komplizierte Usability ist offenbar die größte Herausforderung. Zwar kann man die Webadresse immer mittels einer codierten Version eingeben, dabei bleibt jedoch der spielerische Charakter der Smiley-Domains auf der Strecke.

Zudem bieten bisher nur einige wenige länderspezifische Domain-Endungen die Möglichkeit, Emoji-URLs zu registrieren. Dazu gehören .ws (Western Samoa), .ai (Anguilla) und .to (Tonga). Kürzlich hat außerdem dotFM bekannt gegeben, Emojis mit der Endung .fm (Federated States of Micronesia) zuzulassen. Die prominentesten Endungen wie .com, .org oder .net erlauben solche Domains nicht, denn die ICANN hat die Nutzung von Emojis innerhalb von Domains bereits 2008 verboten. Grund für diese Entscheidung war, dass Nutzer die Emojis leicht verwechseln und Opfer von Phishing-Angriffen werden könnten. Daran hat sich bis heute nichts geändert – im Gegenteil: Weil laufend neue Motive hinzu kommen, steigt die Verwechslungsgefahr sogar noch weiter an.

Die Zukunft von Emoji-Domains

Sollten weitere Registrierungsstellen dem aktuellen Trend folgen und die Registrierung von Emoji-Domains ermöglichen, besteht eventuell die Chance, dass auch die ICANN ihre Haltung überdenken und Emoji-Domain-Namen auch für klassische Endungen wie .com oder .net freigeben wird. Dies könnte eine Gelegenheit für Unternehmen und Marken sein, kreativ zu werden und Emojis werbewirksam in ihr Marketing zu integrieren.

Dass sich auch Browser und Social-Media-Dienste den Emoji-Domains anpassen müssten, dürfte jedoch weiterhin ein Problem darstellen. Voraussetzung dafür wäre, dass die Verbreitung von Emoji-Domains eine solche Anpassung rechtfertigt und dass es einen allgemein gültigen Standard zum Format der Smiley-Domains gibt. Dies wiederum verlangt eine entsprechende Verbreitung. Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Teufelskreis überwunden werden kann oder ob Emoji-Domains ein reines Marketingfeature bleiben.